Eine Investition in die Zukunft

Mehr Schülerinnen und Schüler brauchen auch mehr Schulraum. Mit einem neuen Sekundarschulhaus wird ab 2024 Platz für zusätzliche Klassen geschaffen. Eine neue Dreifachturnhalle und ein unterirdisches Parkhaus runden das Gesamtprojekt überzeugend ab.

Erläuterung rote Nummern:

1. Das neue Schulhaus ist ein architektonisch überzeugendes Projekt.
2. Die Tiefgarage ermöglicht einen Park mit Spielwiese.
3. Das Projekt bezieht gekonnt die Umgebung mit der Sure ein.

Mehr Schulraum

Sursee, Geuensee, Knutwil, Mauensee, Oberkirch und Schenkon bilden einen gemeinsamen Sekundarschulkreis. Heute hat die Standortgemeinde Sursee Kapazität für 32 Sekundarklassen, verteilt auf drei Schulhäuser. Die Region Sursee gehört zu den Wachstumsregionen des Mittellandes. Um auch künftig genügend Schulraum zu haben, hat Sursee zusammen mit den Nachbargemeinden bereits frühzeitig eine Schulraumplanung an die Hand genommen. Die Bevölkerung von Sursee und den fünf Nachbargemeinden hat das Projekt in den Urnenabstimmungen Ende November 2020 sehr deutlich unterstützt. Es schafft Platz für zwölf zusätzliche Klassen und wird auf Beginn des Schuljahres 2024/2025 für die Schülerinnen und Schüler bezugsbereit sein.

Zentraler Standort

Das neue Schulhaus wird auf dem Zirkusplatz realisiert werden - vor den Toren der Altstadt zwischen Sure und Stadthalle. In unmittelbarer Nähe befinden sich das bestehende Oberstufenzentrum, die Sportanlage Schlottermilch sowie kantonale Schulen. Der Standort ermöglicht vielfältige Synergien. Er ist zentral gelegen, gut erreichbar und überzeugt auch betriebswirtschaftlich. Die neue Dreifachturnhalle wird während des Schulbetriebes auch von den Primarschulen und den kantonalen Schulen genutzt. Am Abend und am Wochenende steht sie Vereinen und weiteren Nutzern offen.

«Manege frei»

Das Projekt «Manege frei» der BUR Architekten und Haag Landschaftsarchitektur aus Zürich überzeugte die Jury einstimmig. Ihr Konzept sieht vor, eine Schule im Park zu schaffen mit grosszügigen öffentlichen Aussenräumen, die zum Verweilen einladen. Zu dieser Parklandschaft gehören die neue Schulanlage, ein rundes Grünelement in der Form einer Manege sowie das nahe Restaurant Bahnhöfli. Das ganze Ensemble ist mit der nahenSure verknüpft. Das dreigeschossige Gebäude gliedert sich in einen zweigeschossigen Sockel und ein Obergeschoss. Der markante Sockel wird in zwei Gebäudeteile aufgelöst: einerseits die Dreifachturnhalle und anderseits die Eingangshalle der Schule, der Musikraum, die Fachräume und die Räume für die Lehrpersonen. Das überspannende Obergeschoss mit allen Klassenzimmern bildet eine zweigeschossige, gedeckte Pausenhalle, welche den zentralen Pausenplatz im Süden mit dem Allwetterplatz im Norden verbindet, und den Zugang zur Schulanlage kennzeichnet. Ein Ausbau in der Zukunft ist möglich. Nach Osten lässt sich das Schulhaus um zwei Klassenzimmer und um einen Gruppenraum pro Geschoss erweitern.

Gemeinsame Finanzierung

Das neue Sekundarschulhaus kostet (inkl. Dreifachturnhalle und Aufwertung der Umgebung) insgesamt 37,6 Mio. Franken. Die sechs Sekundarschulgemeinden beteiligen sich aufgrund der Schülerzahlen anteilsmässig mit einem fixen Beitrag an den Investitionskosten. Dies bedeutet, dass die Schulden auf alle sechs Gemeinden verteilt werden, welche die Infrastruktur auch nutzen. Sursee budgetiert die gesamten Investitionsausgaben. Die von den Nachbargemeinden geleisteten Investitionsbeiträge werden als Investitionseinnahmen berücksichtigt, verzinst und über 40 Jahre amortisiert. Sursee verrechnet die Zinsen und Amortisationen wie bisher via Schulgeldrechnung an die Nachbargemeinden. Der Kanton Luzern hat zudem eine Kostenbeteiligung von 3 Mio. Franken für die Turnhalle zugesichert.

Aufwertung des Platzes

Zu den Zielen des Projekts gehört auch die Aufwertung des Zirkusplatzes an der Sure. Auf der bisher hauptsächlich als Parkplatz genutzten Fläche soll eine grosszügige Park- und Schulanlage mit vielen Bäumen entstehen. Die Schulanlage ist direkt mit der nahen Sure verknüpft. Durch die Pflanzung weiterer Bäume entsteht eine grosszügige Parkanlage. Sie gliedern die Anlage in unterschiedliche Parkräume und schaffen Aufenthaltsbereiche und vielfältig nutzbare Flächen, sowohl für die Schule als auch für die Öffentlichkeit. Der Zirkusplatz mit den Linden bildet das Zentrum. Zwischen der neuen Turnhalle und der Stadthalle entsteht ein attraktiver Allwetterplatz mit Tribüne für die Schule, Vereine und die ganze Bevölkerung.

Tiefgarage ermöglicht Park mit Spielwiese

Die oberirdischen Parkplätze werden durch ein unterirdisches Parkhaus mit rund 100 Abstellplätzen ersetzt. Indem Parkplätze «unter den Boden» verlegt werden, wird Fläche frei für eine Spielwiese für Kinder und die ganze Bevölkerung. Die geplante Tiefgarage wird über die Ringstrasse erschlossen. Das Areal ist weitgehend autofrei und ist nur für Notfälle und Anlieferungen befahren. Die 300 Veloabstellplätze sind an den Arealzugängen angeordnet. Die Kosten von 5,35 Mio. Franken für das unterirdische Parkhaus trägt Sursee alleine.